Freitag, 30. Mai 2008

Sound

Meine Audiophile funktioniert und gibt Ton über meine Nahfeldmonitore aus. Dazu musste ich die Onboard-Soundkarte im BIOS deaktivieren. Ich bin aber nicht sicher, ob das wirklich notwendig ist. Ich muss mich noch näher mit den Einstellungen und dem Routing des ubuntu Mischpults anfreunden.

Ubuntu läuft

In der letzten Woche habe ich meine Daten gesichert und anschließend Windows XP neu aufgesetzt. Davor habe ich die Festplatte neu partioniert und Platz für ubuntu freigehalten, das ich gestern installiert habe. Bis jetzt gefällt es mir sehr gut. Die Benutzeroberfläche ist sehr angenehm und übersichtlich. Alles hat seinen Platz und wirkt sehr aufgeräumt. Das habe ich bei den anderen Distributionen bisher immer vermisst. Da hatte ich oft das Gefühl, dass jedes im Internet unter der GPL verfügbare Tool auf die Installations-DVD gepackt wurde, ohne Rücksicht auf Verluste, und sei es auch noch so obskur. Die Leute bei ubuntu machen sich anscheinend viele Gedanken über das Interface-Design ihres Desktops, und so soll es auch sein.

Ein weiterer Punkt, der mich früher an den Benutzeroberflächen in Linux gewurmt hat, ist die Darstellung der Schriften. Die war früher Katastrophal und nicht auszuhalten. Für mich jedenfalls. Bei dem aktuellen Ubuntu ist sie immer noch nicht perfekt und liegt meiner Meinung nach qualitativ immer noch hinter dem Schriftenrendering in Windows XP mit ClearType, aber das Schriftbild hat sich enorm verbessert und lässt sich flexibler an den persönlichen Geschmack anpassen. Das ist ein gute Sache. Ich kann jetzt unter Linux im Internet surfen, ohne dass meine Augen den latenten Drang verpüren über meinen Bildschirm zu erbrechen.

Das einzige Problem, vor dem ich stehe, ist, meine Delta Audiophile 2496 Soundkarte zum Laufen zu bringen. Alles andere - Grafikkarte, WLAN-Karte, usw. - wurde anstandslos erkannt und werkt brav. Aber ich bekomme keine Ton aus meiner Audiophile. Das wäre aber wichtig, da ich vorhabe ubuntu unter anderem als Audio-Workstation zu betreiben. Überhaupt ist ein PC ohne Ton heutzutage nicht viel Wert. Wie soll man sich denn zwischendurch mal entspannen, ohne dass Nuclear Death aus den Lautsprechern tönt? Das ist frustrierend.

Es geht weiter. Schritt für Schritt.

Montag, 5. Mai 2008

Die Wahl des Betriebssystems

Wenn man nach freien Betriebssystemen sucht, stößt man unweigerlich auf Linux. Der Erfinder, Linus Torvalds, ist ein schwedisch sprechender Finne und Sohn eines Kommunisten. Es gibt Alternativen zu Linux, die ebenfalls frei sind, wie z.B. FreeBSD oder ReactOS. Die sind aber entweder nicht für mein Vorhaben geeignet, oder noch nicht ausgereift genug. Außerdem wird Linux von einer Vielzahl an Anwendern betrieben. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einem Problem bereits eine Lösung gibt, die irgendwo dokumentiert ist.

Wenn man sich nun für Linux entschieden hat, steht man vor einer weiteren Wahl. Streng genommen ist Linux nämlich nur der Kern des Betriebssystems, der sich um die Verwaltung von Speicher, sowie Ein- und Ausgabegeräten kümmert. Andere Komponenten, die man gewöhnlich zu einem Betriebssystem zählt (wie zum Beispiel die grafische Benutzeroberfläche), beinhaltet dieser Kern noch nicht. Damit man sich nicht jede einzelne Anwendung zusammenklauben muss, um den PC sinnvoll nutzen zu können, werden sogenannte Distributionen erstellt. Das sind Softwarepakete, oft sehr umfangreiche. Diese Softwarepakete enthalten für gewöhnlich Installationshilfen und Handbücher. Man kann sie im gut sortierten Fachhandel kaufen, wodurch man oft auch ein Anrecht auf Kundensupport erwirbt. Legt man keinen Wert darauf, besteht bei den meisten Distributionen auch die Möglichkeit, ein CD- oder DVD-Image von der entsprechenden Website runterzuladen. Das ist dann kostenlos (von der benötigten Internet-Verbindung abgesehen).

Ich habe mich ein bisschen schlau gemacht und mich schließlich für Ubuntu Linux entschieden. Das Motto von Ubuntu lautet "Linux for human beings". Das ist das richtige Linux für mich. Hinter dem Ubuntu Projekt steht ein südafrikanischer Milliardär namens Mark Shuttleworth. Er ist selber Entwickler und treibt die Weiterentwicklung freier Software voran. Das ist gut.

Bevor ich Ubuntu auf meinem Rechner aufsetze, muss ich noch ein paar Dinge in gewohnter Manier erledigen und ein Backup meiner Dokumente erstellen. Letzteres möchte ich nicht überstürzen, weil sonst habe ich nachher wieder den Ärger. Alles schon gehabt. Um trotzdem vor dem Sprung ins kalte Wasser den Fuß ein bisschen nass zu machen, habe ich mir neben Ubuntu auch Knoppix besorgt. Knoppix ist ein Linux, das man von einer CD aus starten kann, ohne Installation oder Veränderung am eigenen System. Ich habe es nach einigem Frust (davon wird es im Laufe dieses Projekts noch viel geben, fürchte ich) geschafft, meine WLAN Karte einzurichten und damit im Internet zu surfen. Damit wäre schon mal die wichtigste Anforderung an mein zukünftiges Betriebssystem erfüllt. Wie soll ich sonst meine Ö1 Podcasts und BBC Four Sendungen abrufen!


Linux in Aktion auf meinem Schreibtisch



Donnerstag, 1. Mai 2008

Sinn und Zweck dieses Blogs

Hallo. Mein Name ist Michael. Meine Hobbies sind: Gitarre spielen, singen, meine Band, Musik aufnehmen, Webseiten basteln, Flyer designen, Fotos machen, Illustration, 3D-Modelling, Videoschnitt, Kaffee und moralisches Verhalten.

Die Hälfte davon ist gelogen. Welche Hälfte? Das spielt keine Rolle. Wir nehmen erst mal an, dass alles wahr ist.

Wie aus meinen Hobbies ersichtlich ist, liebe ich es kreativ zu sein. Tabellenkalkulation und Datenbankprogrammierung sind mir zuwider. Netzwerkadministration finde ich unmenschlich fad bis unendlich fad. Ich mag es bunt, laut und crazy.

Kreativ sein kann ich nur mit Werkzeug, das etwas taugt. Werkzeug, das etwas taugt, ist teuer. Muss das so sein? Ich weiß es nicht. Das gilt es herauszufinden und hier zu dokumentieren.

Mein angestrebtes Ziel ist es meinen Computer mit der benötigten Software zu bespielen, um meine kreativen Triebe in die richtigen Bahnen lenken zu können. Dabei will ich ausschließlich auf freie Software zurückgreifen, einschließlich des Betriebssystems. Mit freier Software meine ich Open Source Software. Das ist Software, die nicht nur für umsonst verwendet werden darf, sondern deren Programmquellcode jedem Interessierten zugänglich ist, so dass er ihn bei Bedarf verändern und weitergeben kann. Dadurch entstehen bei vielversprechenden Open Source Projekten oft ganze Communities, die sich an deren Weiterentwicklung beteiligen, für gewöhnlich ohne kommerziellen Antrieb. Das ist ein Ding für Idealisten und Freaks, und die Allgemeinheit profitiert davon.

Wonach suche ich? Nach Softwarelösungen für folgende Bereiche:

  • Betriebssystem
  • Bildbearbeitung
  • Desktop Publishing
  • Illustration
  • Webdesign / Webdevelopment
  • Audiorecording / Sequencing
  • 3D Rendering
  • Videoschnitt

Diese Liste ist provisorisch und flexibel.

Die Funktionalität und die Möglichkeiten der Open Source Lösungen sollen mit denen gängiger kommerzieller Produkte vergleichbar sein, oder ihnen zumindest nahe kommen.

Ich selbst bin in dieser Hinsicht weitestgehend unbefleckt und betrete Neuland. Das bisschen an Erfahrung, das ich mit Open Source Software bisher sammeln konnte, ist oberflächlich und kaum erwähnenswert.

Für wen ist dieser Blog gedacht?

Für alle, die kreativ tätig und daran interessiert sind, sich von der Abhängigkeit von Microsoft, Adobe, Macromedia, etc. zu lösen, aber bisher nicht in Erwägung gezogen haben, dass es brauchbare Alternativen gibt. Ich beschränke mich (vorerst) auf die oben genannten Bereiche, weil sie den überwiegenden Teil meiner Arbeit am Computer ausmachen. Mein Antrieb besteht zum einen aus Eigeninteresse, zum anderen aus einer Projektarbeit für meine Matura mit einem entsprechenden Thema. Dieses Projekt wird einige Monate laufen. Ich werde mir hier also Zeit lassen. Wer nichts versäumen will, kann ja den Atom-Feed abonnieren.

Es kann beginnen.